Wie nachhaltig ist ein Glaubenszeugnis? Was bleibt, wenn die misioneros wieder gehen …

Seit 2009 gibt es das Pro­jekt „misio­nes – Glau­ben leben“ in Deutsch­land. Es waren die neun­ten misio­nes, die 2017 in Kra­nen­burg statt­fan­den. Was bewirkt misio­nes län­ger­fris­tig in einer Pfar­rei, wie nach­hal­tig sind misio­nes in unse­rem Land? Die­ser Frage gin­gen die misio­ne­ros bei ihrem Nachtref­fen Mitte Novem­ber 2017 in Weis­kir­chen nach.

Dazu kamen sie u. a. mit Pfr. Franz Kraft, Erlen­bach, ins Gespräch, in des­sen Pfar­rei­en­ge­mein­schaft die 2. Misio­nes 2010 statt­fan­den. Sie­ben Jahre spä­ter stell­ten die misio­ne­ros also die Frage: „Was ist geblie­ben?“ Dar­auf meinte Pfr. Kraft spon­tan, das sei die fal­sche Frage. Die Frage muss lau­ten: „Was ist durch misio­nes gewor­den?“ Die misio­nes 2010 in Erlen­bach seien eine rich­tige Initi­al­zün­dung für die Pfar­rei­en­ge­mein­schaft gewe­sen! Vie­les ist dar­aus geworden.

 

Mut zu neuen Wegen

So zeigte sich Pfar­rer Kraft über­zeugt, dass durch die misio­nes die Leute in Erlen­bach Mut bekom­men haben, etwas Neues in ihrer Gemeinde auszuprobieren.

Wei­ter gibt es seit­her z.B. eine neue Form der Tauf­ka­te­chese, in der Eltern andere Eltern auf die Taufe ihrer Kin­der vor­be­rei­ten. Eine junge Frau aus Erlen­bach, die damals bei misio­nes „Feuer gefan­gen“ hat und selbst junge Mut­ter ist, gehörte von Anfang an zu die­sem Team.

Aus dem täg­li­chen Abend­lob in der misio­nes–Woche ist in Erlen­bach ein regel­mä­ßi­ger Medi­ta­ti­ons­got­tes­dienst ent­stan­den. Ein­mal im Monat ist um 20.30 Uhr eine beson­ders gestal­tete Hei­lige Messe mit misio­nes–Lie­dern, Impul­sen und viel Stille. Auch hier ist durch misio­nes ein Team ent­stan­den. Der Ein­la­dung fol­gen jedes Mal ca. 30 Personen.

Eben­falls inspi­riert durch misio­nes ist ein Seg­nungs­got­tes­dienst für Paare, bei dem am Ende immer der Paar­se­gen steht. 40 bis 50 Paare neh­men regel­mä­ßig daran teil. Auch ein Got­tes­dienst für trau­ernde Ange­hö­rige mit Ein­zel­se­gen geht auf die misio­nes–Woche zurück.

Misio­nes konkret

Was immer noch lebt, ist das Candlelight-Dinner, das ein­mal im Jahr statt­fin­det und von Sebas­tian G., dem Gemein­de­re­fe­rent der Pfar­rei und sei­ner Frau ange­bo­ten wird. Die bei­den haben damals – noch unver­hei­ra­tet — am ers­ten Candlelight-Dinner in Erlen­bach teil­ge­nom­men und füh­ren diese Ver­an­stal­tung nun in eige­ner Regie fort. 13 Paare haben sich das letzte Mal beim Candlelight-Dinner ver­wöh­nen lassen.

Auch das Kin­der­ak­ti­ons­team bie­tet seit 2010 immer wie­der einen Gemein­schafts­tag für Kin­der aus der Pfar­rei an.

Beson­ders leben­dig geblie­ben ist das Kru­g­ri­tual: In allen drei Gemein­den wer­den beim Sonn­tags­got­tes­dienst die Krüge mit Bei­trä­gen gefüllt und zum Altar gebracht. Im Oster­feuer wer­den diese Bei­träge dann verbrannt.

Sehr posi­tive Bilanz in Erlenbach

Pfr. Kraft zieht Bilanz: „Die Frei­heit, die wir bei misio­nes hat­ten, neue Wege zu gehen, ist über­ge­sprun­gen. Durch misio­nes sind neue Frei­räume ent­stan­den durch die Leute gemerkt haben, wir kön­nen mit­ma­chen und an Ideen andocken.“

So sei Frau W. letz­tes Jahr mit ihrem Mann nach Schön­statt gefah­ren und dort den Ehe­weg gegan­gen. Ihr Wunsch sei es nun, solch einen Ehe­weg für Erlen­bach zu bekommen.

Dass junge Leute auf Leute zuge­hen, wie bei eurem Kern­ge­schäft Tür-zu-Tür, ist etwas Beson­de­res. Da wächst Ver­bun­den­heit. Ich bin froh, dass misio­nes bei uns waren, es ist gut, dass es euch gibt.“

Auch in Dil­lin­gen wirkt misio­nes weiter

Auch Pfar­rer W. Schneck aus Dil­lin­gen an der Donau, wo misio­nes in den Jah­ren 2013/14 war, hat den misio­ne­ros schrift­lich sein Fazit zur Nach­hal­tig­keit von misio­nes mitgeteilt:

Misio­nes hat ein Bild gege­ben. Wir machen der­zeit mit „Come&See“ eine gute Erfah­rung. Das Team geht lang­sam in die Tiefe. Das freut mich sehr.“ Come&See war ein Lich­ter­abend, eine Jugend­ver­an­stal­tung, die misio­nes damals in sei­ner Pfar­rei initi­iert haben. Seit­her fin­det in regel­mä­ßi­gen Abstän­den und mit wach­sen­dem Zuspruch ein Lich­ter­abend für Jugend­li­che statt.

Echos aus Kranenburg

Und schließ­lich kamen Echos aus der aktu­el­len Pfar­rei in Kra­nen­burg zu Wort. Der Pfar­rer selbst, Pfr. Chris­toph Schol­ten, war sehr begeis­tert: „Ich bin Feuer und Flamme für misio­nes.“ Er hat auch ande­ren Pries­tern bei einer Fort­bil­dung viel davon berichtet.

Ein jun­ger Mann der Pfar­rei, 25 Jahre, akti­ver „Feu­er­wehr­mann“, evan­ge­lisch, meinte: „Es war gran­dios. Ich war im Bann der misio­nes. Ihr habt eine Welle der Begeis­te­rung mit­ge­bracht. Es war eine tolle Grup­pen­dy­na­mik. Her­aus­ra­gend fand ich das Abend­ge­bet, bei dem ich dabei war – das war phä­no­me­nal! Man nimmt vie­les dar­aus mit, ein­fach unvergesslich.“

Misio­nes 2018 in Jossgrund-Oberndorf, Diö­zese Fulda

Nach einer per­sön­li­chen Refle­xion ging es dann wei­ter Rich­tung Zukunft: Misio­nes 2018 wer­den in Jossgrund-Oberndorf, Diö­zese Fulda, statt­fin­den. Die Gruppe der misio­ne­ros besuchte die Pfar­rei, für erste Gesprä­che mit dem Pfar­rer und Mit­glie­dern des PGR. Ende Januar 2018 wird dort das nächste Vor­be­rei­tungs­tref­fen stattfinden.

Neues Lei­tungs­team der misio­nes gewählt

Schließ­lich fand an die­sem Wochen­ende auch die Wahl eines neuen Lei­tungs­teams statt: Laura Rei­chertz und David Faust sind die neu Gewähl­ten und bil­den zusam­men mit Sr. M. Bri­gitt Rosam und P. Frank Rie­del das neue Lei­tungs­team 2018.

Klinken putzen für den Glauben“ – 20 junge Schönstätter waren zu Misiones in Kranenburg, Niel, Wyler und Zyfflich

Am Frei­tag, 15. Sep­tem­ber – dem 49. Todes­tag unse­res Vaters und Grün­ders und dem Auf­takt des Kentenich-Jahres – war es dann soweit: Die Misio­ne­ros tra­fen nach und nach auf dem Oerm­ter Mari­en­berg im süd­lichs­ten Teil des Krei­ses Kleve ein, um im „Hei­lig­tum der Weg­ge­mein­schaft“ ihr „Misiones“-Holzkreuz über­reicht zu bekom­men, mit dem pries­ter­li­chen Segen aus­ge­sandt zu wer­den und in den nörd­lichs­ten Teil des Krei­ses Kleve auf­zu­bre­chen. Im alten, in die Jahre gekom­me­nen Don-Bosco-Heim, das bis zur Voll­en­dung des Neu­baus im März als pro­vi­so­ri­sches Pfarr­heim dient, rich­te­ten sich die Misio­ne­ros häus­lich ein. … Das eigent­li­che „Haupt­quar­tier“ aber war unsere Stifts-und Wall­fahrts­kir­che St. Peter und Paul – vor dem Mari­en­al­tar ent­stand eine große Gebetsecke.

Auf­takt mit der „Kreuztracht“

In der Vor­abend­messe im Orts­teil Wyler stell­ten sich die Misio­ne­ros vor, am Sonn­tag, 17. Sep­tem­ber fei­er­ten sie mit dem Vor­sit­zen­den der Nie­der­län­di­schen Bischofs­kon­fe­renz, Bischof Johan­nes van den Hende aus Rot­ter­dam, und zahl­rei­chen Ein­hei­mi­schen und Pil­gern aus Nah und Fern die äußere Feier des Fes­tes Kreuzer­hö­hung mit einem Pon­ti­fi­kal­amt und der Kreuz­tracht, bei der das „Wun­der­tä­tige Hei­lige Kreuz“, das auf das Jahr 1308 zurück­geht, in fei­er­li­cher Pro­zes­sion durch den Orts­kern getra­gen wurde. Beim „Fest der Begeg­nung“ kamen die Misio­ne­ros mit vie­len Men­schen ins Gespräch, für die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der führ­ten sie einen Sta­ti­ons­lauf durch. Das Kreuz­fest endete mit der abend­li­chen Lich­ter­pro­zes­sion über die alten Wälle der Stadt­be­fes­ti­gung und mit dem Nachtgebet.

Von Tür zu Tür“ – Begeg­nung mit den Menschen

Von Mon­tag bis Frei­tag gin­gen die Misio­ne­ros nach dem Mor­gen­ge­bet und dem Früh­stück und nach dem Mit­tag­es­sen in Zwei­er­teams jeweils für ca. zwei bis zwei­ein­halb Stun­den in Kra­nen­burg, Niel, Wyler und Zyf­f­lich „von Tür zu Tür“. … Wenn die Misio­ne­ros ihren jewei­li­gen „Tür-zu-Tür“-Halbtag been­det hat­ten, gin­gen sie zur Gebet­s­ecke in der Kir­che, schöpf­ten Was­ser (vgl. Joh 2,1–11) und ver­trau­ten die Men­schen, denen sie begeg­net waren, Gott und der Got­tes­mut­ter an. Aber auch unter­wegs wuss­ten sie sich immer beglei­tet – zum einen mit der „pil­gern­den Got­tes­mut­ter“ in der Hand, zum ande­ren durch die vor– und nach­mit­täg­li­che Eucha­ris­ti­sche Anbe­tung in der Kirche!

Glau­bens­zeug­nis der Misioneros begeis­tert

Nach dem Mit­tag­es­sen, das ein Cate­rer ins Don-Bosco-Heim lie­ferte, und einer kur­zen Mit­tags­pause begann die zweite Halb­zeit. Um 19.00 Uhr war jeweils ein knapp halb­stün­di­ges Abend­lob vor dem Gna­den­bild des „Wun­der­tä­ti­gen Hei­li­gen Kreu­zes“ – an allen Aben­den kamen nicht nur ver­traute Kirch­gän­ger, son­dern auch Men­schen, die ich noch nie (in der Kir­che) gese­hen hatte! Die neuen geist­li­chen Lie­der, das Glau­bens­zeug­nis der Misio­ne­ros und die beson­dere Gestal­tung begeis­ter­ten – so waren alle ein­ge­la­den, ein Bon­bon, das z.B. mit der Bot­schaft „Schön, dass du da bist“ ver­se­hen war, zu lut­schen und dabei Gott für schöne Momente in den letz­ten Tagen zu danken.

Apos­tel sein, den Glau­ben neu ent­flam­men!“ – in verschie­dens­ten Begegnungen

Am Mon­tag­abend besuch­ten die Misio­ne­ros den Übungs­abend der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr – „der Funke sprang über“! Am Diens­tag­abend tausch­ten sie sich mit den Gre­mi­en­ver­tre­tern unse­rer vier Pfar­reien aus – und mit Pfar­rei­rats­mit­glie­dern aus Bocholt, die die „Misio­ne­ros“ für 2019 in die Pfar­rei St. Josef ein­la­den möch­ten. Am Mitt­woch­vor­mit­tag war die große Frau­en­wall­fahrt der Katho­li­schen Frau­en­ge­mein­schaf­ten des Kreis­de­ka­na­tes Kleve mit moder­nen Lie­dern und einem tages­ak­tu­el­len Kreuz­weg. Am Don­ners­tag­nach­mit­tag gin­gen einige zum Spie­le­nach­mit­tag in die Senio­ren­re­si­denz und am Frei­tag­nach­mit­tag zu einer Gesangs– und Gesprächs­runde ins St. Johannes-Stift, dem Wohn­heim für Men­schen mit geis­ti­ger Behinderung.

Dem Abend­lob am Frei­tag schloss sich ein Candlelight-Dinner an – ein Braut­paar und sechs Ehe­paare (zwi­schen sie­ben Tagen und 50 Jah­ren ver­hei­ra­tet) waren der Ein­la­dung zu einem Fünf-Gänge-Menü im roman­ti­schen Gewöl­be­kel­ler des ehe­ma­li­gen Klos­ters Katha­ri­nen­hof gefolgt. Das Ehe­paar Merg­ler aus dem müns­ter­län­di­schen Ahaus gab zwi­schen den Gän­gen Impulse für die Paar-Gespräche – sie und die ande­ren sie­ben Paare wur­den jeweils von einem Misio­nero am Tisch bedient! Firm­linge und Mess­die­ner, aber auch jung geblie­bene aller Alters­stu­fen waren zur Jugend­messe „freie Platz­wahl“ am Sams­tag mit anschlie­ßen­dem Grill­abend auf dem Kirch­platz ein­ge­la­den. Im Hoch­amt am Sonn­tag, 24. Sep­tem­ber wur­den die Pil­ger­pforte geschlos­sen, der Kreuz­se­gen erteilt und die Misio­ne­ros nach ihrem groß­ar­ti­gen ein­wö­chi­gen Ein­satz offi­zi­ell ver­ab­schie­det. Wie so oft in den ver­gan­ge­nen Tagen wurde mit Begeis­te­rung das Lied gesun­gen: „Apos­tel sein, den Glau­ben neu entflammen!“ …

Viele gesäte Samen­kör­ner des Glaubens

Ich bin total begeis­tert, sehr froh und über­aus dank­bar für die Freude, die die Misio­ne­ros aus­ge­strahlt haben, und für ihren selbst­lo­sen Ein­satz und groß­ar­ti­gen Mut zum Glau­bens­zeug­nis – wie und mit Maria haben sie sich als Chris­tus­trä­ger auf den Weg zu den Men­schen gemacht und ihr Herz­blut ein­ge­bracht – gemäß den Wor­ten von Pater Ken­te­nich aus der Vor­grün­dungs­ur­kunde: „Ich stelle mich euch hier­mit voll­stän­dig zur Ver­fü­gung mit allem, was ich bin und habe: mein Wis­sen und Nicht­wis­sen, mein Kön­nen und Nicht­kön­nen, vor allem aber mein Herz.“

Ich ver­traue fest dar­auf, dass die Misio­ne­ros und wir Men­schen, denen sie in Kra­nen­burg, Niel, Wyler und Zyf­f­lich begeg­net sind, die Erfah­rung machen, dass Gott und die Got­tes­mut­ter die Mühen des her­bei­ge­schaff­ten Was­sers in kost­ba­ren Wein ver­wan­deln und die vie­len gesä­ten Samen­kör­ner rei­che Früchte des Glau­bens, der Hoff­nung und der Liebe brin­gen – und alle ermu­ti­gen und bestär­ken, sich wie und mit Maria als „Apos­tel dei­ner Freude“ immer neu auf den Weg zu machen.

Misiones in Kranenburg gestartet

Junge Chris­ten der Gruppe misio­nes haben am Sonn­tag in Kra­nen­burg am Nie­der­rhein ihre Gemein­de­mis­sion begon­nen. Im Rah­men der jähr­li­chen Kra­nen­bur­ger Kreuzwallfahrt

bie­ten sie gemein­sam mit der Pfar­rei ver­schie­dene Aktio­nen an.
Den Auf­takt der Mis­si­ons– und Wall­fahrts­wo­che bil­dete am Sonn­tag das Pon­ti­fi­kal­amt mit anschlie­ßen­der Kreuz­pro­zes­sion. Der Fest­pre­di­ger Bischof Hans van den Hende aus Rot­ter­dam betonte die Bedeu­tung des Kreu­zes, das für Chris­ten ein Sym­bol der Erlö­sung ist. “Schä­men Sie sich nicht, sich zu Chris­tus zu beken­nen!”, rief er die Gläu­bi­gen auf. Nach der Mess­feier tru­gen die Gläu­bi­gen in der tra­di­tio­nel­len Kreuz­tracht das aus dem 13. Jahr­hun­dert stam­mende wun­der­tä­tige Kreuz in einer Pro­zes­sion durch die Stadt.

Im anschlie­ßen­den Fest der Begeg­nung konn­ten die Mis­sio­nare erste Kon­takte mit den Kra­nen­bur­gern knüp­fen. In den nächs­ten Tagen gehen sie zu zweit durch die Stra­ßen von Kra­nen­burg, Niel, Wyler und Zyf­f­lich. „End­lich kann ich wie­der von Tür zu Tür zu gehen und dabei ganz tolle Begeg­nun­gen erfah­ren”, freut sich Laura, eine Stu­den­tin aus Mainz, die bereits in den letz­ten fünf Jah­ren bei dem Pro­jekt mit­ge­macht hat. „Wir wol­len mit den Men­schen ins Gespräch kom­men, ihnen zuhö­ren und sind uns damit gegen­sei­tig eine Berei­che­rung”, erklärt sie.

Täg­lich gibt es um 19 Uhr ein Abend­lob in der Wall­fahrts­kir­che St. Peter und Paul. Ein High­light ist das Candle-Light-Dinner für Paare am Frei­tag. Anmel­dun­gen sind dazu bis Mitt­woch im Pfarr­büro, Kirch­platz 1 mög­lich. Am Sams­tag gibt es einen Jugend­got­tes­dienst mit anschlie­ßen­dem Grillabend.

Das Pro­jekt misio­nes stammt ursprüng­lich aus Süd­ame­rika. Jugend­li­che haben das Kon­zept dort bei in ihren Aus­lands­jah­ren ken­nen gelernt und nach Deutsch­land mit­ge­bracht. In Deutsch­land fin­det seit 2009 jedes Jahr in einer ande­ren Pfar­rei eine Woche misio­nes – Glau­ben leben statt. Die­ses Jahr haben die Pfar­reien St. Peter und Paul Kra­nen­burg, St. Boni­fa­tius Niel, St. Johan­nes Bap­tist Wyler und St. Mar­tin Zyf­f­lich ein­ge­la­den. Ver­an­stal­ter sind die ört­li­chen Pfar­reien in Zusam­men­ar­beit mit der Schön­statt­be­we­gung und jun­gen Erwach­se­nen aus ganz Deutschland.

Wäh­rend dem Mis­si­ons­pro­jekt leben die jun­gen Chris­ten ihre Begeis­te­rung für den Glau­ben und tei­len sie mit ande­ren. Damit zei­gen sie einen leben­di­gen, jun­gen Glau­ben und sind gemein­sam unter­wegs. Gemein­sam mit der Pfar­rei wer­den ver­schie­dene katechetische,soziale und spi­ri­tu­elle Ange­bote gestal­tet. Diese Aktio­nen sind dar­auf aus­ge­legt, nach­hal­tig das Gemein­de­le­ben zu erneu­ern, den All­tag zu berei­chern und eine segens­rei­che Woche erleb­bar zu machen.
Die Teil­neh­mer kom­men aus ganz Deutsch­land. Sie began­nen am Frei­tag mit einer Aus­sen­dungs­feier im Schön­statt­zen­trum auf dem Oerm­ter Mari­en­berg.
In Kra­nen­burg sind die Jugend­li­chen im Pfarr­zen­trum unter­ge­bracht und woh­nen in ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen in Schlafsälen.

misiones 2017 in Kranenburg

Misio­nes 2017 fin­det vom 1<6. bis 24. September in der Pfarrei St. Peter & Paul Kranenburg, sowie St. Boni­fa­tius Niel, St. Johan­nes Bap­tist Wyler und St. Mar­tin Zyf­f­lich im Bis­tum Müns­ter statt.

Für eine Woche kom­men 25 junge Chris­ten aus ganz Deutsch­land in die Gemeinde um den Glau­ben zu leben und wei­ter­zu­ge­ben. Gemein­sam mit den Pfar­reien sind eine Reihe von Ver­an­stal­tun­gen geplant. Außer­dem gehen die misio­ne­ros jeden Tag von Tür zu Tür um den Men­schen, denen Sie begeg­nen, ein offe­nes Ort zu bie­ten und mit­ein­an­der ins Gespräch zu kommen.


Misiones 2016 in Jena

Die misiones-Woche 2016 fin­det vom 18. bis 25. Sep­tem­ber in den Pfar­reien St. Johan­nes Bap­tist Jena und St. Boni­fa­tius Apolda statt.
Die misio­ne­ros sind schon an der Saale gelan­det, viele haben vor­her an der Nacht des Hei­lig­tums den Abflug geschafft. Einige waren schon direkt vor den misio­nes zur Hel­f­er­wo­che in Schön­statt, in der letzte Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen, Aktio­nen geplant und Lie­der kopiert wur­den. Heute war schon die erste Messe in Apolda mit musi­ka­li­scher Gestal­tung der misio­ne­ros. Am mor­gi­gen Sonn­tag beginnt dann die misiones-Woche mit der Bis­tums­wall­fahrt nach Erfurt, an der auch alle Misio­ne­ros teil­neh­men und auch eine Begeg­nung mit Bischof Ney­meyer haben wer­den, der Sie mit bischöf­li­chem Segen in die Pfar­reien entsendet.

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Misiones – Glauben leben in Kassel gestartet

Banner an der Kircheneinfahrt

In die­ser Woche sind 30 Jugend­li­che in den Pfar­reien St. Joseph und St. Lau­ren­tius im Kas­se­ler Nor­den unter­wegs im Namen des Herrn. Sie zie­hen durch die Stra­ßen um die Men­schen zu besu­chen, ins Gespräch zu kom­men über den Glau­ben, über Per­sön­li­ches, was die Men­schen bewegt. In St. Joseph bie­ten sie bis Sams­tag jeden Tag um 18:30 Uhr ein Abend­lob an. Auch eine Reihe wei­te­rer Aktio­nen ist geplant, an Orten, wo Men­schen zusammenkommen.

Zum Start läu­te­ten am Sonn­tag alle Glo­cken auf dem Rothen­berg. Pfar­rer Ste­fan Krö­nung hieß die jun­gen Chris­ten, dar­un­ter auch zwei Schwes­tern und einen Pater der Schönstatt-Bewegung, in sei­ner Pfar­rei willkommen.

An den ers­ten Tagen gab es schon viele gute Begeg­nun­gen, von denen die Misio­ne­ros berich­ten kön­nen. Zu zweit gehen sie in gel­ben T-Shirts und mit einem Mari­en­bild auf dem Arm von Tür zu Tür: man­che blei­ben ver­schlos­sen, andere öff­nen sich für ein kür­ze­res oder län­ge­res Gespräch. Die ers­ten Erfah­run­gen sind viel­ver­spre­chend, schon an vie­len Häu­sern ist ihnen bereit­wil­lig geöff­net wor­den. Kas­sel ist offen für Begeg­nun­gen und den Aus­tausch mit den Straßenmissionaren.

Misiones 2015 in Kassel

Schon seit meh­re­ren Jah­ren gibt es das Pro­jekt misio­nes — Glau­ben leben, bei dem eine Gruppe Jugend­li­cher in einer Pfar­rei eine Glau­bens­wo­che ver­an­stal­tet, in der Pfar­rei­ar­beit mit­wirkt, eigene Aktio­nen durch­führt und als Kern­stück von Tür zu Tür geht um die Men­schen zu besu­chen. Die­ses Jahr wird misio­nes vom 18. bis 28. Sep­tem­ber in Kas­sel statt­fin­den. Gemein­sam mit der Pfar­rei freuen wir uns auf das gemein­same Pro­jekt und auch die Her­aus­for­de­run­gen, die in einer Groß­stadt­pfar­rei in der Dia­spora des Bis­tums Fulda auf uns warten.

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Eindrücke aus Dillingen

Seit Sonn­tag sind wir in Dil­lin­gen am Werk. Misio­nes 2013 hat einige Türen und Her­zen geöff­net. Auch wenn das Wet­ter bes­ser sein könnte, ein ech­ter misio­nero lässt sich von ein paar feuch­ten Trop­fen nicht abschrecken.

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Besuch im Rat­haus: Ober­bür­ger­meis­ter Frank Kunz lud die misio­ne­ros zu einem Gespräch, in dem wir uns und unser Pro­jekt vor­stel­len konn­ten. Der OB zeigte gro­ßes per­sön­li­ches Inter­esse — trotz vol­len Ter­min­ka­len­ders — und wünschte uns gutes Gelingen.

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Viele Men­schen kom­men jeden Abend zu Abend­lob, am Diens­tag gab es anschlie­ßend noch einen eben­falls gut besuch­ten Abend der Begeg­nung. Bes­tens ver­sorgt mit klei­ne­ren Spei­sen und Geträn­ken kom­men sich dort Dil­lin­ger und misio­ne­ros näher. Auch wer nicht zu hause besucht wird, hat hier die Mög­lich­keit ins Gespräch zu kom­men. Das wird gut ange­nom­men. Heute steht der zweite Abend der Begeg­nung an, erwar­tet wer­den noch mehr Teil­neh­mer. Dar­un­ter wird auch Weih­bi­schof Wör­ner aus Augs­burg sein, der misio­ne­ros und Dil­lin­ger besu­chen kommt.

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Wir durch­strei­fen die Stra­ßen von Dil­lin­gen:
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Wei­tere Bil­der in der Bil­der­ga­le­rie.

Auf dem Weg nach Dillingen

Seit Februar steht es fest, in der Zwi­schen­zeit wurde viel vor­be­rei­tet, getrof­fen und bespro­chen: Misio­nes 2013 fin­den in Dil­lin­gen statt. Genauer gesagt in der Pfar­rei­en­ge­mein­schaft Dil­lin­gen, zu der auch die umlie­gen­den Orte gehö­ren. Am kom­men­den Sonn­tag, dem 15. Sep­tem­ber beginnt die misiones-Woche mit den Eröff­nungs­got­tes­diens­ten in meh­re­ren Kir­chen der Pfar­rei­en­ge­mein­schaft. In den dar­auf­fol­gen­den Tagen schließt sich ein umfang­rei­ches Pro­gramm mit Ver­an­stal­tun­gen für groß und klein an. Wie ein roter Faden zie­hen sich die Abend­lobe durch die Woche: jeden Tag um 19 Uhr kann man sich in der St.-Peters-Basilika ein­fach aus dem All­tag aus­klin­ken und auf­tan­ken las­sen. Ein Pro­gramm­schwer­punkt die­ses Jahr: Schü­ler– und Jugend­got­tes­dienste, Kin­der­nach­mit­tag, Schul­be­su­che und ein Jugend­abend. Viele Ange­bote sol­len gerade die Jun­gend der Gemeinde ein­la­den und ansprechen.

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Außer dem fes­ten Pro­gramm sind die misio­ne­ros tag­täg­lich in den Stra­ßen unter­wegs und zie­hen von Tür zu Tür. „Es gibt Leute, die sich rich­tig freuen, die auf uns war­ten“, weiß Ellen Büdel aus ihren misiones-Erfahrungen: „Da ent­ste­hen ganz tolle Gesprä­che über Gott, aber auch ein­fach über das, was die Men­schen in ihrem Leben bewegt, was sie für Sor­gen und Nöte haben.“ Ziel ist es nicht, Spen­den ein­zu­trei­ben oder Kir­chen­mit­glied­schaf­ten, son­dern den Dienst am Nächs­ten zu üben. Für die Men­schen da zu sein, zuzu­hö­ren und viel­leicht auch hel­fen, Ant­wor­ten zu fin­den. Die Reak­tio­nen sind natür­lich ganz ver­schie­den, auch immer wie­der mal abwei­send. Aber im Gesam­ten über­wie­gend posi­tiv, viele Men­schen freuen sich über den Besuch, man­che öff­nen schon vol­ler Erwar­tung auf die misio­ne­ros ihre Tür.

3 Gruppenbild misionesÜber 30 Jugend­li­che machen mit, beglei­tet wer­den sie von zwei Patres, drei Schönstatt-Schwestern und Schnaupi, dem misiones-Maskottchen. Viele sind zum wie­der­hol­ten Male dabei und haben in den ver­an­ge­nen Jah­ren viele Erfah­run­gen gesam­melt: „Das ist eine gute Sache, wenn man zu den Leu­ten geht und über den Glau­ben redet. Es hat mir so viel gebracht für mich per­sön­lich“, berich­tet Lukas Geyer.
Doch jedes Jahr sto­ßen auch wie­der neue misio­ne­ros dazu, die diese inten­sive Glau­bens­wo­che mit­er­le­ben und mit­ge­stal­ten wol­len. „Ich habe durch Nigt­h­fe­ver bereits Erfah­rung in der Stra­ßen­mis­sion gesam­melt habe und glaube, dass bei misio­nes diese mis­sio­na­ri­sche Kom­po­nente noch ein­mal inten­si­ver und nach­hal­ti­ger gelebt wird, sodass ich den Men­schen den Glau­ben näher brin­gen, aber auch einige neue Ein­sich­ten für mei­nen eige­nen Glau­ben gewin­nen kann“, erklärt Timo Hil­len­brand. Am meis­ten freut er sich auf die Gesprä­che an den Haus­tü­ren: „Die kos­ten zwar viel Über­win­dung, aber ich denke, dass dabei einige sehr tiefe Gesprä­che statt­fin­den wer­den.“ Auch Julia Gerk ist das erste Mal dabei und fin­det es genial, „bewusst als junge Kir­che zu allen Men­schen zu gehen.“ „Es wer­den alle dort ange­spro­chen und abge­holt bzw. besucht, wo sie im Leben ste­hen. Diese Begeg­nun­gen mit jun­gen, gläu­bi­gen und fröh­li­chen Leu­ten hat auch eine große posi­tive Außen­wir­kung auf die Kir­che allgemein.“

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Alle misio­ne­ros machen sich am kom­men­den Wochen­ende aus allen Rich­tun­gen gemein­same auf den Weg nach Dil­lin­gen. Dort war­tet eine Pfar­rei vol­ler Vor­freude auf die kom­mende Woche mit ihren Erleb­nis­sen und Erfah­run­gen. In Gemein­schaft wol­len sie den Glau­ben leben und als Apos­tel die Glau­bens­freude wei­ter­tra­gen. Wie Papst Fran­zis­kus in der Pre­digt zur Abschluss­messe des Welt­ju­gend­ta­ges in Rio sprach, so erfah­ren es auch die misio­ne­ros in ihrem Pro­jekt: „Wer evan­ge­li­siert, wird selbst evan­ge­li­siert und wer die Glau­bens­freude wei­ter­gibt, emp­fängt Freude.“ So freuen sich zahl­rei­che Jugend­li­che mit einer gan­zen Pfar­rei zusam­men und erwar­ten die kom­men­den Tage in der Pfar­rei­en­ge­mein­schaft Dillingen.