Misio­nes – Glau­ben leben“ ist ein Mis­si­ons­pro­jekt, das die Jugend­ge­mein­schaf­ten der Schön­statt­be­we­gung seit 2009 in Deutsch­land jähr­lich in Koope­ra­tion mit einer Pfar­rei bzw. Seel­sor­ge­ein­heit durchführen.

Der Kern von Misio­nes besteht darin, dass eine Gruppe von jun­gen Erwach­se­nen in eine Pfar­rei kommt, um dort gemein­sam mit der Gemeinde für eine Woche zu leben, den Men­schen zu begeg­nen und mit ihnen den Glau­ben auf unter­schied­li­che Weise zu tei­len.
Dabei gibt es ver­schie­dene Ele­mente, wel­che die Misiones-Woche prä­gen und ihr Struk­tur geben. Ein wich­ti­ger Teil sind Haus­be­su­che von Tür zu Tür in der Gemeinde. Dar­über hin­aus gestal­ten wir mit und für die Gemeinde Got­tes­dienste und Gebets­zei­ten. Neben den Eucha­ris­tie­fei­ern der Gemeinde am Sonn­tag ist dies vor allem ein täg­li­ches Abend­lob, das unter der Woche jeweils zur glei­chen Zeit in der Pfarr­kir­che statt­fin­det.
Ein wei­te­res Ele­ment sind Ange­bote für ver­schie­dene Ziel­grup­pen, bei­spiels­weise Frauen, Män­ner, Ehe­paare, Kin­der und Jugend­li­che, Senio­ren etc. Je nach Situa­tion kön­nen hier eigene Schwer­punkte gesetzt wer­den. So wur­den bei­spiels­weise Män­ner­abend ange­bo­ten, mit dem Ziel, Inter­es­sierte zusam­men zu brin­gen und in die­sem Bereich ein neues Ange­bot zu initiieren.

Ein Grund­ge­danke der Misio­nes ist, dass wir nicht nur als Anbie­ter auf­tre­ten, als „Mis­sio­nare“, die als Aktive einige Aktio­nen durch­füh­ren und so viel­leicht eine Bot­schaft in der Pfar­rei hin­ter­las­sen, aber nach einer Woche wie­der ver­schwun­den sind. Viel­mehr kommt es auf eine gute Koope­ra­tion an, damit das Pro­jekt eine nach­hal­tige Wir­kung ent­fal­ten kann. Durch gemein­same (Glaubens-)Erfahrungen soll ein Funke der Begeis­te­rung geweckt wer­den, was letzt­lich eine wich­tige Grund­lage für eine mis­sio­na­ri­sche Hal­tung ist. Wenn einige Lebens­trä­ger vor Ort sich dann ermu­tigt füh­len, selbst aktiv zu wer­den, indem sie einen Anstoß aus der Woche auf­grei­fen und so auf irgend­eine Weise selbst zu „Mis­sio­na­ren“ wer­den, dann hat sich der Ein­satz gelohnt. Auf diese Weise kann ein „Schnee­ball­ef­fekt“ ent­ste­hen, der hel­fen kann, das kirch­li­che Leben zu dynamisieren.

Habt den Mut, eure Talente und Bega­bun­gen für Got­tes Reich ein­zu­set­zen und euch hin­zu­ge­ben – wie das Wachs einer Kerze – damit der Herr durch euch das Dun­kel hell macht. Wagt es, glü­hende Hei­lige zu sein, in deren Augen und Her­zen die Liebe Christi strahlt und die so der Welt Licht brin­gen. Ich ver­traue dar­auf, dass ihr und viele andere junge Men­schen hier in Deutsch­land Leuch­ten der Hoff­nung seit, die nicht ver­bor­gen bleiben.“

Papst Bene­dikt XVI. wäh­rend der Jugend­vi­gil zum Papst­be­such 2011

Maria, inmit­ten der Apos­tel darfst erfle­hen,
du macht­voll des ver­spro­che­nen Geis­tes Wehen,
das schwa­che Men­schen umge­wan­delt hat,
die Kir­che hin­weist auf den Siegespfad.

Schliess unsere See­len auf für Got­tes Geist,
dass neu die Welt er aus den Angeln reisst.

P. Josef Kentenich

Bil­der von den Misio­nes 2010 in Erlen­bach – mit Musik von Misio­nero Manuel Lopez Naon

Misio­nes heißt

  • den Auf­trag anneh­men und ausführen.
  • Gemein­schaft, in der Gott eine Rea­li­tät ist.
  • Liebe erfüllt den gan­zen Raum.
  • Mein Herz zer­springt — eine wahr­haft tiefe Freude.
  • leben, wie Gott es von mir wünscht.
  • die geniale Gemeinschaft.
  • Angst und Zweifel.
  • an seine Gren­zen kommen.
  • wei­ter­ge­ben, was ich emp­fan­gen habe.
  • den Glau­ben neu entflammen.
  • Men­schen begeg­nen und den Glau­ben weitergeben.
  • alles macht Sinn